
Loka AI receives EXIST Start-up Grant
26. Februar 2026Am 25. März 2026 durfte Loka AI beim Frühjahrstreffen des BDU Fachverbands Personalberatung in Frankfurt präsentieren – einer zentralen Plattform für den Austausch und die Weiterentwicklung der Executive-Search-Branche in Deutschland.
Der Fachverband vereint führende Personalberatungen und setzt Impulse für Qualitätsstandards, Wissenstransfer und Innovation in der Branche.
Die zentrale Frage des Tages:
Wie verändert KI die Executive Search konkret in der Praxis?

Die verborgene Goldmine: interne Kandidatendatenbanken
Ein zentrales Muster zog sich durch alle Diskussionen:
Der wertvollste Asset im Executive Search ist bereits vorhanden – wird aber nicht genutzt.
Über Jahre hinweg haben Personalberatungen umfangreiche interne Datenbanken aufgebaut: tausende geprüfte Kandidaten, tiefes Branchenwissen und valide Einschätzungen.
In der Praxis bleibt dieses Potenzial jedoch weitgehend ungenutzt.
Klassische Keyword-Suchen greifen zu kurz. Synonyme werden nicht erkannt, Branchenerfahrung ist oft nicht auffindbar, und unterschiedliche CV-Formate erschweren die Suche zusätzlich. Das Ergebnis: hoher manueller Aufwand – und gleichzeitig bleiben relevante Kandidaten verborgen.
Die Realität ist damit klar:
Die Kandidaten sind vorhanden – aber nicht auffindbar.
Ein Markt mit zwei Geschwindigkeiten

Die Forschung von Ha Do an der TU München, basierend auf 22 Interviews mit Entscheidern aus 20 Personalberatungen, zeigt ein klares Bild:
Rund 80 % beschäftigen sich aktiv mit KI. Während große internationale Player KI bereits entlang mehrerer Prozessschritte einsetzen, agieren kleinere Beratungen noch zurückhaltend – häufig aufgrund von Unsicherheit bei Umsetzung und Datenschutz.
Es entsteht eine Lücke im Markt:
Beratungen, die KI produktiv einsetzen, erzielen messbare Effizienzgewinne – andere verlieren an Wettbewerbsfähigkeit.
Konkreter Hebel: KI-gestützte Suche in der eigenen Datenbank
Im Vortrag lag der Fokus auf einem klar abgegrenzten Use Case:
Die KI-gestützte Suche in internen Kandidatendatenbanken.
Statt starrer Keywords ermöglicht KI eine natürliche Suche, versteht Rollen und Kontexte und ergänzt fehlende Informationen wie Branchenzugehörigkeit automatisch. Gleichzeitig bleiben die Ergebnisse nachvollziehbar, da die Relevanz von Kandidaten transparent erklärt wird.

Der Effekt ist unmittelbar spürbar: Longlists entstehen in Sekunden statt Stunden, relevante Profile werden sichtbar, und Recruiter können sich wieder auf Bewertung und Beratung konzentrieren.
👉 Für weitere Einblicke in die Diskussion siehe den BDU LinkedIn Beitrag.
Was das für die Zukunft des Executive Search bedeutet
Die Anforderungen im Markt steigen: höhere Geschwindigkeit, bessere Trefferqualität und gleichzeitig strenge regulatorische Rahmenbedingungen.
Die entscheidende Frage ist daher nicht „Mensch oder Maschine“, sondern:
Wie lassen sich menschliche Entscheidungskompetenz und erklärbare, sichere KI sinnvoll kombinieren?
Für uns hat die BDU-Tagung eine zentrale Überzeugung bestätigt:
Die Fähigkeit, interne Daten intelligent zu nutzen, wird über den zukünftigen Erfolg im Executive Search entscheiden.
Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Personalberatungen genau dieses Potenzial zu heben.


